Krankheiten
Wichtige Krankheiten :
Kranke Vögel versuchen Krankheitssymptome zu verstecken, da sie sonst leichte Opfer von Raubtieren wären. So ist es in der Natur und hält sich in Menschenobhut aufrecht. Deshalb werden Erkrankungen meist erst zu spät erkannt. Daher sollte gelten "Lieber einmal mehr den Tierarzt besuchen als zu wenig". Einmal zu wenig kann fatale Folgen haben. Alle hier aufgelisteten Erkrankungen basieren, zusammengetragen, aus Informationen über das Internet und aus Fachliteratur. Bitte beachten Sie, dass dies keinen Besuch bei einem vogelkundigem Tierarzt ersetzt. Diese Informationen sollen lediglich eine Hilfestellung zu den angegebenen Krankheiten geben. Krankheiten des Verdauungstraktes, Krankheiten des Federkleides, Krankheiten der Haut,SchnabeldeformationNatürliche Mauser EkzemeDurchfallSchreckmauserBürzeldrüsenverstopfungKropfentzündung Französische Mauser Verhornung der Haut • Going Light Syndrom FederrupferVerhor. d. Wachshaut b.Weib VerstopfungNestlingserkrankungFetttumor (Lipom) FederlingeFederspulmilbePBFD Ungeziefer (Elektroparasiten)

Krankheiten der inneren Organe Infektionskrankheiten 
Legenot • Aspergillose • Rote Vogelmilbe • Lungenentzündung • Psittakose • Federspulmilbe • Nierenentzündung • Mykoplasmose • Kalkbeinmilbe • Nierengicht • Schnabelräude • Tumore Verletzungen Augen- Erkrankungen

Weitere Erkrankungen
• Blutende Wunden • Augentomore • Atemnot • Hautverletzungen • Augenverletzungen • Dehydration (Austrocknung) • Bindehautentzündung • Erkältungen • Erblinden • Erbrechen • Unerfüllter Elterninstinkt • Dreherkrankheit Psychische Erkrankungen Erkrankung bei falscher Ernährung / Haltung

Andere Symptome
Federrupfen • Fettleibigkeit •Gehirnerschütterung

Aspergillose Infektion 
mit Schimmelpilzmykose (Aspergillus fumigatus, Aspergillus flavus und Aspergillus niger, Aspergillus glaucus). Ziemlich alle Vogelarten können daran erkranken. Am häufigsten bei Papageien, Kakadus, Amazonen und Aras. Die Infektion erfolgt durch Inhalation von Pilzsporen. Die Pilze vermehren sich im, bzw. auf dem Gewebe des Atemungstraktes. Im fortgeschrittenem Stadium kann sich dies auch auf andere Organe ausbreiten. Überwiegend, aber auch durch andere Nüsse, durch die Fütterung von Erdnüssen. Diese sind meist mit Pilzsporen kontaminiert. Infektion durch: schlechtes Futter Wände - feuchter Räume (z.B. Keller, Dachböden) oder in Blumenerde, Erde Torf etc Wird aufgenommen über die Atemwege Ursache: Stress - jeglicher Art Mangelernährung - besonders Vitamin-A-Mangel Unterernährung Antibiotikabehandlung Symptome: nicht eindeutig und können verschiedene Formen annehmen. Die Aspergillose (Schimmelpilzerkrankung) ist eine chronische Erkrankung. Akuter und chronischer Verlauf der Krankheit. Meist sind es die akuten Symptome wo sich z.B Pilzrasenstücke lösen und die Luftwege versperren und es dadurch zu Atemnot kommt. Akuter Verlauf: häufig bei Jungtieren Atemstörungen Verlust der Stimme keinen Appetit fressen kaum sterben innerhalb weniger Tage Chronischer Verlauf: verläuft schleichend und wird zuerst nicht bemerkt nach kurzen Flugstrecken - Atemprobleme die Brustmuskulatur bildet sich zurück weniger lebhaft - schlafen viel vermehrtes Gähnen ständige Kropfentzündungen Schnupfen und Durchfall. Behandlung: Bei Verdacht unbedingt einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen. Ein Röntgenbild sollte gemacht werden. Unabdingbar sind die Haltungs- und Fütterungsbedingungen zu optimieren! Ebenso sollte ein Ergänzungsfuttermittel (z.B. Korvimin ZVT) gereicht werden. Weiter ist auf genügend Luftfeuchtigkeit(mind. 60%) und auf Luftaustausch zu achten. Im heimischen Wohnzimmer liegt die Luftfeuchtigkeit meist zwischen 30-50%. Auf Futter wo Nüsse enthalten sind ist zu verzichten. Hier sollte nach geeignetem Futter ohne Nüsse geschaut werden! Zusätzlich sollte Vitamin A, über das Trinkwasser, zur Regeneration des Epithels der Atemwege gegeben werden. Eine Überdosierung ist zu vermeiden! Unbehandelt führt Aspergillose, früher oder später zum Tode. 

Augentomore: 
sind die am meisten betroffene Art, aller Sittich,-Papageienarten. Auftreten: Augäpfeln und Augenlidern an der Nickhaut oder den Tränendrüsen. Es sind verschiedene Tumorarten. Symptome: Reizungen an der Hornhaut Auge wird an den Schwellungen gerieben. Augapfel tritt vor - der Vogel erblindet. Behandlung: Der Gang zu einem vogelkundigem Tierarzt ist nötig. Dieser stellt eine tatsächliche Diagnose. Chirurgische Entfernung bei äußerlichen Tumoren - z.B. der Nickhaut - möglich. Jedoch sind innere Tumore und Metastasen nicht entfernbar. Hier kommen, die Halter, meistens nicht an der Überlegung vorbei, den erkrankten Vogel, von seinem Leid, zu erlösen 

Augenverletzungen:
Flugunfälle Fremdkörper - z.B. Sandkörner Bisswunden - Artgenossen oder andere Haustiere. Reiben, mit dem Auge, an scharfen Kanten, oder ähnlichem. Symptome: Augenrötungen oder Schwellungen verkleben des Auges Hornhautverletzungen und Blutungen Verletzungen und Abriss der Iris oder Linse - führt zum eingeschenkten Sehvermögen Behandlung: Ursache Fremdkörper: Erfahrene Halter: mit einem weichen Tuch und lauwarmen Wasser diesen, durch vorsichtiges Auswaschen, selber entfernen. Bei den anderen, oben genannten Verletzungen, sollte der Vogel sofort zum Tierarzt gebracht werden. Dieser kann dann das Auge/die Augen mit Spülungen und Medikamenten behandeln oder gar, wenn nötig, operieren. Bis zur Ausheilung ist auf größtmögliche Hygiene zu achten. Auch das Immunsystem ist durch Vitamine und Mineralien zu unterstützen. Wenn Artgenossen oder ein anderes Haustier diese Verletzung verursacht hat, so sollten diese auseinander gehalten / auseinander gesetzt werden 

Atemnot Ist keine eigene Krankheit:
Ledig ein Symptom, welches für eine Anzahl von anderen Krankheiten steht. Ursache: können sein angestrengtes Fliegen Erschöpfung körperliche Anstrengungen Verletzungen der Atmungsorgane oder Schnupfen (Rhinitis) bei Leber- oder Nierentumoren Übergewicht Legenot Darmerkrankungen Parasiten (u.a. Luftröhrenwurm) Aspergillose und Infektionen Herzprobleme (Kurzatmigkeit) vergrößerter Schilddrüse trockene Luft Stress Allergien Symptome: anstrengendes und pumpendes Atmen der Schnabel ist geöffnet. vermehrtes Gähnen verstärktes Schwanzwippen hängend, mit dem Schnabel am Gitter - das der Hals gestreckt und der Schnabel geöffnet ist. Dies bewirkt ein besseres Luft bekommen Aufgrund, dass ein Hecheln sich der Atemnot ähnelt ist hier eine besondere Beobachtung nötig. Durch das Hecheln wir der Temperaturausgleich reguliert, weil Vögeln nicht schwitzen können. Achten sie deshalb immer darauf, dass das Zimmer nicht zu sehr aufgeheizt ist. Behandlung: Bei erkannter Atemnot, oder bei Unsicherheit, sollte unbedingt schnellst möglich ein vogelkundiger Tierarzt aufgesucht werden, um eine Erstickungsgefahr möglichst zu vermeiden. Die, für die Atemnot, verantwortliche Ursache wird versucht herauszufinden und zu behandeln. trockene Luft Luftfeuchtigkeit erhöhen, mittels Hygrometer regelmäßig kontrollieren. Mittels Luftbefeuchter - Feuchtigkeit halten. Für Sittiche liegt die ideale Luftfeuchtigkeit bei ca. 50-60%. 

Bindehautentzündung Viele mögliche Ursachen:
Bakterien (Streptokokken, Salmonellen, Pseudomonaden, Klebsiellen, Escherichia coli (E. coli), Chlamydien) Pilze (Aspergillus spp., Candida albicans) Viren (Herpes-Viren, Papova-Viren), Parasiten (Mikrofiliarien) Zugluft Fremdkörper (Sandkörner, Körnerspelzen) Reizungen durch Dämpfe (Zigarettenrauch, Insektenspray, Desinfektionsspray, ...) Allergien (beim Vogel eher selten zu beobachten). Auch kann eine Augenentzündung auf Infektionen im Nasenbereich hinweisen. Symptome ein- oder beidseitige Rötung und Schwellung der Bindehäute. Tränenfluss und die Absonderung eines eitrigen Sekrets. Das Auge wird an Sitzstangen und oder Gittern gerieben. blinzelt und hält häufig ein Auge halb geschlossen. Verdickung der Nickhaut granulomatöse Veränderungen an den Lidbindehäuten Trübung der Hornhaut. Wenn eine einseitige Bindhautentzündung besteht, kann dies auf Chlamydien, also Psittakose deuten! Bei diesem Krankheitsbild beobachtet man auch häufig Atembeschwerden und Schnupfen. Ursache von Pilzen kommt noch Vitamin- A- Mangel hinzu, wodurch der Befall mit Pilzen begünstigt wird. Ursache von Vieren kommen hier noch trockene, weiße Hautwucherungen hinzu. Auch können Mischinfektionen durch verschiedener Bakterien oder auch durch Bakterien und Pilzen auftreten. Nach einer Therapie, mit Antibiotika kann ein Pilzbefall als eine so genannte Sekundärinfektion auftreten Behandlung: vogelkundigem Tierarzt untersucht Bindehaut-Abstrich - jeweiligen Krankheitserreger ermitteln um diesen dann behandeln zu können. Unterstützend sollte Vitamin A und Mineralien gegeben werden. Bei Zugluft anderen Stellplatz des Käfigs aussuchen.
 
Bürzeldrüsenverstopfung:
Die Bürzeldrüse ist eine Talgdrüse. Sie befindet sich in der Höhe des Schwanzansatzes, auf dem Rücken. Sie dient dazu, mit Hilfe des darin befindlichen Sekretes, das Gefieder sauber, isolierend und wasserabweisend zu halten. Symptome: ständiges benagen im Bereich der Bürzeldrüse schlecht gepflegt aussehendes Gefieder Behandlung: Bitte suchen Sie einen vogelkundigen Tierarzt auf. Nach ausschließen eines Tumors oder gar einer Bürzeldrüsenentzündung, -vereiterung und liegt nur eine Verstopfung vor, so können Kamillekompressen oder eine Massage, mit den Fingern, eine Besserung bringen. 

Blutende Wunde Ursache:
Verletzung durch einen spitzen Gegenstand durch andere Tiere oder Rivalenkämpfen. Die Blutung kann sehr schnell lebensbedrohlich werden, weil der Vogel nicht viel Blut hat. Behandlung: Schnelles Handeln ist sehr wichtig. Hier hilft Eisenchlorid (aus der Apotheke. Aber Achtung-ist ätzend und darf nicht mit Schleimhäute in berührung kommen.). Es wird auf ein frisches Taschentuch geträufelt und damit die Wunde mindestens eine Minute mit leichtem Druck umschlungen. Tiefe Wunden sind trotz Stillstand der Blutung vom Tierarzt zu versorgen. Dieser kann im Notfall die Blutung auch mit der Lötpistole stillen. Mit blutstillende Watte oder Betaisodonalösung- mit Wattestäbchen auftragen. Blutursache bei kurz geschnittener Krallen - hier kann Kernseife angewendet werden. Dazu wird die Kralle einfach auf die Seife gedrückt. Mögliche Verschmutzungen sind, mit lauwarmem, Wasser auszuwaschen. Falls Sie mit dem Umgang unsicher sind, kontaktieren sie bitte einen vogelkundigen Tierarzt. 

Durchfall Gesunder Kot:
besteht aus schwarz-weißen Häufchen, die rasch abtrocknen und leicht zu entfernen sind. Durchfall dagegen hat viele "Gesichter", und ist nur ein Anzeichen, dass irgendwo etwas nicht stimmt. Durchfallkot ist dünnflüssig, matschig, wässrig stinkend. Der Vogelpopo ist auch meistens verklebt Ursache: z.B. durch zuviel Obst oder Keimfutter, frischen Salat Stress Erschrecken, gebadet Zugluft starken Temperaturschwankungen ausgesetzt zu kaltes Bad genommen - vielleicht erkältet oder sogar eine Lungenentzündung Symptome: Mit Blut durchsetzt - eine schwere Darmentzündung - muss sofort medikamentös behandelt werden. Breiiger oder dünnflüssiger, gelblicher Kot - eine allgemeine Verdauungsstörung. Flüssiger Kot, grünliche Farbe - krankhafte Gallenausscheidung. Bei solchen Vögeln ist die Leber nicht in Ordnung. Sie erhalten sofort eine strenge Diät, bestenfalls aus Kolbenhirse, üblicherweise aber aus Haferflocken. Haferflocken sind ein sehr gutes Heilmittel für alle Verdauungsstörungen. Sie werden meist gerne genommen, wenn die Sittiche sie erst einmal kennen u. im Futternapf nichts anderes vorfinden. Behandlung: krankhafte Gallenausscheidung - sofortige strenge Diät, bestenfalls aus Kolbenhirse, üblicherweise aber aus Haferflocken.  genügend Grit - als Verdauungshilfe Tierkohle (aus dem Zoohandel) Körnerfutter Kamillentee und gekochtem, ungewürzten Reis Rotlicht Beobachtung Halten die Symptome aber einen ganzen Tag an, sollte sofort der Tierarzt aufgesucht werden. Bei dauerhafter Durchfallerkrankung kann, möglicherweise, eine ernste Erkrankung vorliegen die unbehandelt schnell zum Tod führen kann. Plagt Juckreiz - der Popo wird gekratzt oder an Stangen gescheuert - sollte man den Vogel in die Hand nehmen, mit der Nagelschere, vorsichtig, die Feder um die Kloake kürzen. Die verschmutzten Stellen vorsichtig mit Wattebausch oder Wattestäbchen von Kotresten befreien und anschließend einen Tupfer Salbe verteilen. 

Dehydration (Austrocknung)
Insbesonders sind Nestlinge betroffen. Ursache: fehlendes Wasser bei Nestlingen - mangelnde Fütterung durch die Eltern. Verletzungen. Ein dehydrierter Vogel hat dann, so schätzt man, ca. 10% seines Flüssigkeitsvolumen verloren. Symptome: Austrocknung der Schleimhäute, Augen und Schnabel. Die Augen versinken dabei in die Höhlungen. Die Haut ist trocken - wird schuppig und faltig Der Vogel befindet sich, bei der Austrocknung, in einer lebensbedrohlichen Situation und ist umgehend einem vogelkundigem Tierarzt vorzustellen. Dieser kann ihm Flüssigkeit oral zuführen oder gar bei schwereren Fällen diese injizieren. Erfahrene Halter und bei weniger schweren Fällen, kann man auch eine, körperwarme Ringer-Laktat-Lösung welche mit Traubenzucker angereichert wird, verabreichen. Diese Natrium- und Kaliumchlorid sowie Calciumchlorat und Natriumlaktathaltige Lösung ist bei Tierarzt oder in der der Apotheke erhältlich. 

Ekzema oder EMA-Syndrom:
Unterflügelekzem Unterflügelekzeme stellen mithin die häufigst Hautinfektion bei Papageien dar. Sie können unter anderem durch Automutilation, übermäßige Ernährung oder iatrogen infolge Salbenauftrags entstehen. Die Folge sind Hautschwellungen und nässende Ekzeme. Durch die Reibung der Hautflächen aufeinander, kann sich dies schnell verschlimmern und sekundär infizieren. Bei Agaporniden und Wellensittichen wird diese Hautveränderung als so genanntes EMA-Komplex beschrieben. Weitgehend unerforscht ist das EMA-Syndrom. Man weiß noch nicht genau, ob Bakterien, Pilze oder Viren dafür verantwortlich sind. Das macht die Behandlung eines betroffenen Vogels schwer. Ursache: möglicherweise psychischer oder sozialer Stress - z.B. bei Revierstreitigkeiten oder zu häufige Ausstellungen. Symptome: plötzlich auftretende Veränderungen in der Achselhöhle bzw. der Flügelunterseite rund um die Augen. bildung von blutenden Hautrisse - verkrusten - aber heilen nicht. Die befallenen Vögel bepicken häufig mit ihrem Schnabel diese Gegend - oft sehen ihre Schnäbel infolgedessen auch blutverkrustet aus. Behandlung: nach heutigem Wissensstand noch nicht möglich. Vorübergehend - oberflächliche Maßnahmen - eine Erleichterung bringen austrocknende, desinfizierende Medikamente, das Anlegen eines Halskragens - damit sich der Vogel nicht ständig die Wunden bepickt. Leider müssen solche Tiere sehr oft eingeschläfert werden, da sich ihr Zustand verschlechtert 

Erblinden Ursache:
innere Erkrankungen - Tumoren oder genetische Defekte. Verletzungen. Symptome: deutliche Schräghaltung des Kopfes sehfähige Seite blickt dabei nach unten. Die Vögel fliegen schlechter als vorher. glanzlose Augen, weißliche Verfärbungen Behandlung: Suchen Sie einen vogelkundigen Tierarzt auf. Eventuell kann, die Erblindung, durch Gabe von Medikamenten, zumindest teilweise gestopt werden. Eine kritische Überprüfen, nach Verletzungsquellen, bei der Käfigausstattung sollte statt finden. Ist die Ernährung vielleicht zu einseitig? Ein Leben mit einseitiger Erblindung ist durch aus möglich. Das Verletzungsrisiko steigt allerdings. Die Aktivität nimmt meistens auch ab. Bei beidseitiger Erblindung ist der Vogel völlig orientierungslos. Hier stellt sich die Frage, ob man dem Vogel noch ein gutes Leben bieten kann.. Ein treu sorgender Partnervogel gehört dazu. Sollte aber die Nahrungsaufnahme nur schwer möglich sein bzw. der Vogel sich in seiner Käfigumgebung überhaupt nicht mehr zurechtfinden, muß man erwägen ihn einschläfern zu lassen. 

Erkältungen Ursache:
Zugluft Symptome: schlapp und aufgeplustert auf der Stange sitzend struppiges Gefieder niesen andere Geräusche - die nicht wie gewohnt klingen feuchte Nase Behandlung: Suchen Sie einen vogelkundigen Tierarzt auf. Transport an kälteren Tagen - eine Wärmflasche am Transportkäfig befestigen. Unterstützend kann man mit Rotlicht bestrahlen. Ihr Vogel braucht viel Wärme. Jedoch achten Sie darauf, das eine kühle Ecke verbleibt, damit der Vogel eine Ausweichmöglichkeit hat. Vitaminreiches Frischfutter und Vitamintropfen sind unterstützend. 

Erbrechen Häufige:
heftige Ruckbewegungen oder Schütteln des Kopfes. Meist begleitend von schleimigem, teil schaumigen Auswurf. Dieser kann gespelzte, unverdaute Körner enthalten. Meist sind oft das Kopfgefieder und der Käfig/Inventar verklebt. keine eigenständige Erkrankung - mehr ein Symptom Ursache: harmloser Grund - zuviel gefressen Partnerfütterung Stress ernste Gründe: Vergiftungen Kropfentzündungen Darmerkrankungen Going-Light-Syndrome Bakterien Pilze Viren Parasiten Organschäden Fremdkörper Trauma/Verletzungen Symptome: verklebte Körner u. Schleimreste um den Schnabel andere Krankheitsanzeichen vorhanden? Behandlung: genausten's beobachten unbedingt einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen. 

Unerfüllter Elterninstinkt:
Hier sind meistens einzeln gehaltene Vögel betroffen. Auch ein Grund einen Vogel niemals alleine zu halten. Symptom: nach großem Geplapper - Futter wird über den Schnabel abgegeben, schüttelt den Kopf, würgt - gibt eine wässrige Flüssigkeit ab. Ursache: allein gehaltene Hähne Fortpflanzungsinstinkt verwehrt, versorgt, gelegentlich, eine eingebildete Partnerin mit hervor gewürgtem Futter. Behandlung: Soll dem Vogel nicht schaden, aber ein Beweis dafür, dass der Vogel sich einsam fühlt. Problem löst sich, in der Regel von selbst, wenn der Vogel nicht mehr allein im Käfig sitzt. 

Federrupfen:
Meist haltungsbedingte Verhaltenstörung. Jedoch kann auch eine Organerkrankung Ursache sein. Lassen Sie dies unbedingt abklären. Ursache: Trockene Luft - durch Heizungsnutzung im Zimmer des Vogels Symptome: Hautjucken was zu Federrupfen führen. Behandlung: Luftbefeuchter oder nasses Handtuch - an der Heizung anbringen Psychische Ursachen: Glückliche Vögel rupfen keine Federn. einzeln gehaltene Vögel Symptome: Federn rupfen - am Bauch - bis er kahl ist. Behandlung: Gegenmaßnahme: Partner besorgen! Rupfender Vogel trotz mehrerer Vögel - kann Triebe nicht ausleben - würde gerne brüten, aber keine Brutmöglichkeit vorhanden. Unterbringung zu klein - nicht genügend Freiflug Bitte beachten: In Deutschland ist eine amtliche Zulassung nötig. Züchten von Vögeln unterliegt der Psittakoseverordnung (Papageienkrankheit) und ist Anzeigepflichtig. Ohne Zuchtgenehmigung sind die Eier durch Plastikeier zu ersetzen. Die echten Eier sind zu vernichten. Andernsfalls einen Tierarzt aufsuchen - mit homöopathischen Mitteln, kann man dem zu stark ausgeprägten Bruttrieb, entgegengewirken. Erkrankte Ursache: Milben oder andere kleine Parasiten Behandlung: Dringender Besuch beim Tierarzt - Klärung der Ursache - Medikamentenvergabe bei Befall. Parasiten können sehr gesundheitsschädlich sein - dringende Notwendigkeit des Tierarztbesuches. 

Fettleibigkeit:
Hauptsächlich bei Käfigvögeln - bei kaum bis keinem Freiflug Ursache: Fehlernährung - zuviel Futter, Leckereien - Knabberstangen, Leckerlis, zuwenig Bewegung Futterneid bei Pärchen im zu kleinem Käfig gehalten - überfüllt mit Stangen und Spielzeugen - kein Bewegungsfreiraum Symptome: wird träge beim Sitzen auf der Stange, wölben sich Verdickungen hervor. Brustmuskulatur von einer Fettschicht überzogen Brustbein kaum noch fühlbar. fliegt kaum oder gar nicht mehr. Behandlung: unbedingt abspecken - keine Hungertage eingelegen - schädigt dem Vogel schwer. Futterration halbieren - auf zwei Mahlzeiten am Tag verteilt. Knabber- und Futterstangen sind tabu. Obst, Gemüse so viel er mag. Eiweißreiche Kost. Zum Knabbern schon mal etwas Zwieback. Wenn er schon lange nicht mehr geflogen ist, sollte man ihn erst wieder langsam ans Fliegen gewöhnen, zuerst solle man mit einem Lauftraining beginnen, damit der Kreislauf nicht zusammenbricht, da er ja diese Belastungen nicht mehr gewohnt ist und aufgrund seiner Diät sowieso etwas geschwächt ist. 

Fetttumor (Lipom)
Hauptsächlich im Brust- und Unterleibsbereich - Tumorenart der gutartigen Geschwülste wachsen langsam, erreichen aber eine beachtliche Größe. Im späteren Stadium behindern sie oft den betroffenen Vogel, er ist dann schwerfällig und kurzatmig. Ursache: oftmals Hormonstörungen Verfettung und Bewegungsmangel selbst befriedigt - duch Sitzstange oder andere harte Gegenständen Behandlung: möglichst vielseitig und vitaminreiche Ernährung Futtermenge vorerst etwas herabsetzen Regelmäßige Gewichtskontrolle Eine operative Entfernung kann man in Betracht ziehen, wenn der Vogel den Tumor beknabbert oder dadurch behindert wird. Seien Sie sich aber im Klaren, dass eine Operation auch gewisse Risiken, besonders bei kleineren Arten, in sich birgt. Richtige Dosierung des Narkosemittels, verlauf nach der Operation - beknabbern der OP-Wunde,- hohe Infektionsgefahr,- schlechte Heilung der Wunde und Komplikationsgefahr. 

Federlinge längliche Tierchen:
halten sich ausschließlich im Gefieder auf und legen dort ihre Eier ab. Ernähren sich von Hautschuppen und zerfressen die Federn (deutlich erkennbar an den Fraßspuren). Die Federlinge sind schwer erkennbar, da sie sich manchmal der Federfarbe ihres Wirtes anpassen. Diese Art von Parasiten kommen auch bei gesunden Vögeln vor, befinden sich aber in einem Gleichgewicht mit dem Wirt und richten deshalb kaum Schaden an. Symptome: Bei Überhand -Vögel leiden unter ständigem Juckreiz, sind unruhig, benagen ständig das Gefieder. Aufgrund der Beschwerden - großen Schlafmangel . Die Eier der Federlinge nennen sich Nissen. Behandlung: Der Tierarzt wird einem befallenen Vogel mit Kontaktinsektiziden behandeln. Als Einstäube- oder Einsprühmittel. Augenkontakt ist unbedingt zu vermeiden. 

Federspulmilbe:
Sie tritt höchst selten auf, sorgt aber für das Ausfallen eines Großteils des Großgefieders. Verlauf: Nisten sich in den Federspulen der großen Flügel- und Schwanzfedern ein und zerstören die Strukturen im Federschaft. Die Federkiele sind häufig durch Blutgerinnsel, im Innern, rötlich verfärbt und brechen dann ab. Sie können auch zu Federmissbildungen führen. Anhand einer aufgeschnittenen Feder, per Mikroskop, kann dies nachgewiesen werden. Meistens wird der Tierarzt ein milbentötendes Mittel anwenden. Die Heilungschancen sind aber gering. 

Französische Mauser (Renner) [Polyoma]
Als Renner- oder Hopserkrankheit bekannt. Es gibt verschiedene Arten bzw. Stadien bei dieser Krankheit. Sie zeigt sich schon bei einem Jungvogel. In allen Fällen werden die Federn vorzeitig abgestoßen, so dass der, hauptsächlich betroffene, Vogel nie sein vollständiges Federkleid bekommt. Der Vogel befindet sich also in einer dauernden Mauser und die Flügelfedern werden nie lang genug, um ein Fliegen zu ermöglichen. In ganz schweren Fällen ist auch das ganz normale Federkleid davon betroffen, also nicht nur die Schwung-, Flügel- und Schwanzfedern, sondern auch Brust und Rücken. Bisher gibt es noch keine Behandlung für diese Krankheit. Mit diesen Tieren sollte nicht gezüchtet werden. Ursache: Bitte lesen Sie hier weiter! Stoffwechselstörung, Viruserkrankung, Überlastungen der Elterntiere bei der Brut, Eiweißmangel bei der Aufzucht der Jungvögel. Behandlung: (derzeitiger Wissensstand) wichtig - eiweißreiche Ernährung, - Vitamingaben, Auch sollte unbedingt ein Kalkstein angeboten werden. Ein wenig Sonnenlicht (keine Hitze. Schatten muss jederzeit zur Verfügung stehen) Ein "Renner" kann trotzdem ein schönes und munteres Vogelleben haben. Er kann an sonsten gesund sein, deshalb ist ein einschläfern nicht nötig. Diese Vögel kennen es nicht anders und leben ganz gut mit ihrer Behinderung. Man sollte den Käfig dementsprechend einrichten, da diese Vögel ihre Flugunfähigkeit durch vermehrtes Klettern ausgleichen. In schweren Fällen allerdings kann es vorkommen, dass die ständige Mauser so stark juckt, dass die Vögel sich die Federn selber herausreißen und blutig picken - hier besteht Infektionsgefahr! An der französischen Mauser erkrankte Vögel haben vielleicht nicht gerade die höchste Lebenserwartung, aber das kurze Leben sollte man ihnen so schön wie möglich machen. 

Feder- und Schnabeldystrophie [PBFD]
PBFD heißt "Psittacine beak and feather disease" und ist unheilbar. Infektiöse und hochansteckende Viruserkrankung. Diese Krankheit war früher hauptsächlich bei Großpapageien und Kakadus bekannt, jetzt hält sie auch unter Sittichen und Kleinpapageien Einzug. Ursache: virusbedingte Gefiederstörung - Circoviren - verursachen eine Wachstumsstörung der Federn, Krallen und des Schnabels und führt zur Zerstörung des Knochenmarks. Wenn die Knochenmarkszellen, die zur Neubildung des Blutes verantwortlich sind, absterben, stirbt auch der Vogel. Symptome: akuter Verlauf: besonders betroffen hier von sind Jungvögel. Apathie, Durchfall, Veränderung an den wachsenden Federn Der Tod tritt meist nach kurzer Zeit ein. chronischer Verlauf: Alttiere betroffen verläuft recht langsam - zuerst kann man Federstörungen am gesamten Gefieder beobachten - der Vogel verliert seine ständig neu wachsenden Federn, sogar am Kopf. Auch wird das Schnabelhorn oftmals brüchig und weich, der Schnabel wächst unkontrolliert. Im Endstadium sind fast keine Federn mehr vorhanden und auch der Schnabel wird derart in Mitleidenschaft gezogen, dass er so brüchig ist, dass er oftmals abbricht und der Vogel nicht mehr fressen kann. Das Immunsystem ist zum Schluss so geschwächt, dass er an anfällig für sämtliche Infektionskrankheiten ist. Die Krankheit ist sehr heimtückisch, da viele Vögel infiziert sein können, ohne die typischen Symptome zu zeigen, sie können aber durch Federstaub andere Tiere anstecken, bei denen die Krankheit ausbrechen kann, wenn sie ein geschwächtes Immunsystem haben. Auch wenn die Vögel beim Kauf völlig gesund aussehen, könnten sie das Virus in sich tragen. Und wenn ein Vogel es hat, hat es zwangsläufig auch der andere, da es hochansteckend ist. Wenn man vor hat zu züchten, ist es gut, dass eine Blut- bzw. Federprobe zur Untersuchung eingeschickt wird. So weiß man, ob irgendein Tier aus dem Bestand daran erkrankt ist. Behandlung: Viel tun kann man gegen diese Krankheit nicht, entweder sie bricht aus oder nicht. Man kann nur versuchen das Immunsystem der erkrankten Tiere zu stärken. Mit Verabreichung von Vitaminen und immunstärkenden Mitteln kann versucht werden, das Ausbrechen der Krankheit zu verhindern oder den Allgemeinzustand zu verbessern. Von dieser Krankheit sind hauptsächliche Sittiche und Papageien betroffen. Man sagt sogar, dass fast 90 % der Agaporniden diesen Virus in sich tragen

Gehirnerschütterung Ursache:
Beim Freiflug - mit dem Kopf wo gegen geflogen. Symptom: Sitzt benommen und desorientiert Zittert und taumelt Manchmal kann der Vogel sogar gelähmt und der Kopf starr nach hinten oder zur Seite verkrampft sein. hat verkrustete Augenlider erhebliche Mühe das Gleichgewicht zu halten Behandlung: Hier ist Alarmbereitschaft geboten. Die Symptome lassen kaum noch Zweifel an einer Gehirnerschütterung. Sofort zum Tierarzt! Derartige Unfälle können nämlich auch Tage später noch zum Tod führen. Als Erste-Hilfe-Maßnahme sollte der Vogel auf die rechte Körperseite in eine ausgepolsterte Schachtel gelegt werden. Der Vogel sollte im Dunkeln liegen
 
Going Light Syndrom:
Hier spricht man auch vom leichter werden des Vogels, obwohl er völlig gesund ist. Symptome: Reduzierung des Gewichts bei normaler Nahrungsaufnahme. Hinzu kommt das hochwürgen des Futters(schleimiger Kropfinhalt)und Durchfall. Unverdaute Körner, im Kot, können auch gesehen werden. Infolge einer Entkräftung kann es auch zu zentralnervösen Störungen kommen. Ursache: Im Röntgenbild ist der Drüsenmagen (bei Wellensittiche) häufig erweitert. Eine sichere Diagnose erfolgt durch eine zytologische Untersuchung von Kropf- und Kotabstriche. Bei negativem Ergebnis, sollte die Untersuchung mehrmals wiederholt werden. Behandlung: Eine erfolgreiche Therapie ist noch nicht sicher gestellt. Als erfolgsversprechend soll eine Therapie mit Amphotericin B (oral) sein. Allerdings soll diese wenigstens 4 Wochen durchgeführt werden. Gleichzeitig sollte das Trinkwasser mit ph 2, zb. HCI- oder Zitratlösung, angesäuert werden. Infizierte Vögel sollten vom Restbestand getrennt und nicht zur Zucht eingesetzt werden. Das Käfigzubehör ist zu reinigen und mit bakteriziden und fungiziden Desinfektionsmittel zu desinfizieren. Auf optimale Haltungs- und Fütterungsbedingungen ist zu achten. Bei der Untersuchung von toten Tieren wurden Bakterien entdeckt, die sich an der Magenwand angesiedelt hatten, die sogenannten Megabakterien. Das Going-Light-Syndrom ist bedingt ansteckend, d.h. meist wird es von den Elterntieren während der Fütterung auf die Jungtiere übertragen. Ein infizierter Vogel braucht nicht unbedingt daran zu erkranken, aber Stressfaktoren spielen eine große Rolle dabei, ob diese Krankheit ausbricht oder nicht. Wenn sie ausgebrochen ist, braucht der erkrankte Vogel unbedingt viel Ruhe, vielleicht sogar einen eigenen Käfig, falls der Stressfaktor ein anderer Vogel/Partner ist, der ihn ständig durch den Käfig jagt. Blickkontakt reicht dann und sollte weiterhin gewährleistet sein. Alles, was einem am Going-Light-Syndrom erkrankten Vogel aufregt, ist Gift für ihn und kann zum nächsten Schub führen. 

Hautverletzungen:
Oberflächliche Verletzungen heilen meistens rasch und ohne Komplikationen ab. Sie können durch Rivalenkämpfe oder durch spitze Gegenstände hervorgerufen worden sein. Behandlung: Kleine Wunden behandelt man mit abgekochtem lauwarmen Wasser, um sie zu reinigen.
 
Kropfentzündung:
Hier haben die Wellensittiche eine hohe Bereitschaft zu Kropfentzündungen. Verursacht durch Infektionen mit Bakterien oder Pilzen. Aber auch, wenn als Partnerersatz irgendwelche Gegenstände oder Spiegel anbalzt werden. Deshalb, Spiegel und Plastikvögel haben im Käfig nichst verlohren!!! Bitte entfernen Sie diese umgehend!! Ansteckend ist die Entzündung eigentlich nicht, vorausgesetzt, die Vögel füttern sich nicht gegenseitig. Eine Kropfentzündung ist eine sehr ernste Sache, die tödlich enden kann, wenn sie nicht behandelt wird Symptom: auffallend verklebte Kopfgefieder häufiges erbrechen geschwollenen Kropf Kopf neigt nach hinten spuckt Schleim und Körner frisst außerdem noch vermehrt Sand - hat kühlende Wirkung - fragliche Hilfe - sollte daher nicht mehr gegeben werden apathischen Eindruck zusätzlich Durchfall Ursache: Genuss von dreckigem Wasser und Futter - besonders die geschlossenen Wasserbehälter Infektionen mit Bakterien oder Pilzen chronischen Vitamin A-Mangel - nehmen kaum Grünfutter oder Obst zu sich Behandlung: Unbedingt einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen! Bei frühzeitiger Diagnose, durch den Tierarzt, kann der Vogel problemlos geheilt werden. Der TA nimmt in der Regel einen Kropfabstrich, um den Erreger festzustellen und verschreibt Antibiotikum gegen die Bakterien. Benötigt viel Wärme - bis zur völligen Genesung mit einer Wärmelampe bestrahlen (ausweichmöglichkeit - hälfte des Käfigs mit einem Tuch abgedecken). Körnerfutter ist tabu - reizt unnötig den Kropf. Nur weiches Futter - Magerquark, gekochter Reis, hartgekochtes Ei, Aufzuchtfutter, Kinderbrei (Früchte, Banane) zwangsernähren - wenn Futter verfeigert wird Wasser durch Kamillentee mit etwas Traubenzucker ersetzen 

Kalkbeinmilbe:
Die nächsten drei Milben kommen alle aus der Familie der Grabmilben. Charakteristisches Merkmal dieses Milbenbefalls sind unzählige, winzige Bohrlöcher. Bei der Kalkbeinmilbe sind hauptsächlich die Ständer, Füße und die Kloake befallen. Dabei sind diese Bereiche mit einer kalkigen, porösen Masse bedeckt. Die Haut ist verdickt und man kann die von den Grabmilben gefressenen Gänge deutlich erkennen. Im fortgeschrittenen Stadium können sich diese krustigen Ablagerungen über den ganzen Körper ziehen. Ursache: übertragung oft von Altvögeln auf Nestlinge schlechte Haltungsbedingungen Infektionen können verantwortlich sein. Symptome: unzählige, winzige Bohrlöcher - Ständer, Füße und die Kloake betroffene Stellen - kalkigen, porösen Masse bedeckt verdickte Haut - durchfressene Gänge deutlich erkennbar Juckreiz Schmerzen beim Sitzen Behandlung: Zur Bekämpfung der Grabmilben wird oftmals Odylen verwendet - mit einem Wattestäbchen vorsichtig auf die befallenen Stellen auftragen ( vorsicht! ätzend! darf nicht in Augen, Nase und Schnabel geraten )Odylen kann 1:1 mit Wasser verdünnt werden Eine weitere Möglichkeit - Einweichen der befallenen Stellen mit Glycerin und das anschließende Entfernen des Grindbefalls. Anschließend erfolgt eine tägliche gründliche Behandlung mit Exner Petguard über 1 bis 2 Wochen. Das Mittel kann aufgetupft werden. Unterstützend sollte ein Multivitaminpräparat mit Vitamin-A über das Trinkwasser verabreicht werden. 

Legenot:
Legenot kann jede Henne betreffen, unabhängig vom Alter oder wie erfahren sie ist. Symptome: Sitzt anfangs schnaufend, aufgeplustert und breitbeinig da. Meistens verweigert das Tier die Nahrungsaufnahme. Sie lässt sich nicht einmal vom Partner füttern. Da selbst durch starkes Pressen, das Ei nicht aus dem Legedarm kommt, wird der Vogel zusehends Matter. Ursache: Entzündung des Legedarms, oder die Muskulatur ist aufgrund einer insgesamt schlechten körperlichen Verfassung unterentwickelt. In manchen Fällen wird ein Ei nicht abgelegt, bevor sich das nächste Ei gebildet hat. Das zweite Ei blockiert dann die Ablage des ersten, weil der Vogel nicht mehr ausreichend stark pressen kann, um eine normale Eiablage zu bewirken. Somit befinden sich dann 2 Eier im Körper des Vogels. Behandlung: Gehen Sie bitte umgehend zu einem Vogelkundigem Tierarzt!!!! Auch wenn nur der Verdacht bestehen sollte. Die Eier müssen operativ entfernt werden. Dies ist eine heikle Sache und die meisten Vögel überstehen dies leider nicht. Wenn Sie nicht handeln, wird die Henne einen qualvollen Tod erleiden. Wird eine Legenot rechtzeitig erkannt, kann der Tierarzt den Vogel, in den meisten Fällen retten, indem er das Ei entweder durch eine bestimmte Massagetechnik oder durch einen kleinen operativen Eingriff entfernt. Bitte experimentieren Sie nicht selbst herum, da das Ei sehr leicht im Legedarm zerbricht und dadurch die Schleimhäute verletzt werden! Dies führt nahezu immer zu einer lebensbedrohlichen Infektion oder gar Blutvergiftung. Halten Sie den kranken Vogel während des Transports möglichst warm, da unter Legenot leidende Hennen stark frieren. Meist produziert die Henne nach der Legenot weitere Eier, die sie normalerweise ohne Probleme ablegt. Sollte sie auch beim nächsten Ei Schwierigkeiten haben, kann der Tierarzt eine Hormonbehandlung durchführen, um weitere Eiablagen zu unterbinden. 

Lungenentzündung:
Hierbei handelt es sich um eine sehr ernstzunehmende Krankheit, die bei Nichtbehandlung zum Tod führen kann. Ursache: Infektionskrankheiten, Parasiten, durch einatmen giftiger Gase oder Lösungsmittel Symptome: Die auffälligsten sind Atemnot, Appetitlosigkeit, Schwanzwippen, öffnen des Schnabels. Meistens sind die Vögel apathisch und sitzen aufgeplustert auf der Stange. Behandlung: unbedingt einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen, da die Ursachen abgeklärt und die richtigen Medikamente gegeben werden müssen. Unterstützen kann man die Therapie mit einer milden Rotlichtbestrahlung (keine extreme Temperatur). Allerdings sollte man hier darauf achten, dass man nur einen Teil des Käfigs bestrahlt und somit der Vogel die Möglichkeit hat, der Wärme auszuweichen, wenn es ihm zu heiß wird. Da der Vogelkörper keine Schweißdrüsen besitzt, gibt er ein Zuviel an Wärme durch eine schnellere Atmung ab und das würde zu sehr seinen Kreislauf belasten. Ein gut gelüftetes Zimmer (NIEMALS Durchzug), eine vitaminreiche Ernährung (Vitamin A und C, z.B. in Vogelmiere, grüner Salat u. Möhren, auch Magerquark u. gekochtes Ei) und zusätzliche Dampfbäder mit Kamille können ebenfalls helfen. Der Vogelkäfig sollte an einem ruhigen Ort stehen und Temperaturunterschiede sind unbedingt zu vermeiden. Des weiteren sollte der Vogel auf keinen Fall reizenden Dämpfen wie die von überhitzten Antihaftpfannen ausgesetzt sein.
 
Natürliche Mauser
Die Mauser ist keine Krankheit, sondern die Folge von alt gewordenen Federn, die der Vogelorganismus abstößt, um Platz für neue und frische Federn zu schaffen. Der domestizierte Vogel kann zu jeder Zeit mit der Mauser beginnen, völlig unabhängig von der Jahreszeit, allerdings spielen hierbei auch schon mal starke Temperaturschwankungen eine Rolle. Während der Mauser ist der Vogel ruhiger als sonst, auch sollte er gut fressen, da es ihm einiges an Kraft abverlangt. Das Futter sollte während dieser Zeit besonders eiweiß-, vitamin- und mineralstoffreich sein. 

Nestlingserkrankung:
Hierbei handelt es sich um eine Gefiederstörung. Symptome: Die Jungtiere zeigen ein verzögertes Wachstum der Konturfedern sowie Missbildungen des Daunengefieders. Außerdem sind hierbei auch Verschmutzungen des Kloakengefieders, Schwellung des Bauches und ein hochgradiger Wasserverlust des Körpergewebes möglich. Genau wie bei der Französischen Mauser bleiben die Vögel oftmals lebenslang flugunfähig. Ursache: Ein Virus aus der Gruppe der Papova-Viren. Dieser Virus ist höchst ansteckend, selbst Menschen können ihn von einer Bruthöhle in die andere übertragen. Behandlung: Der Virus selber kann nur durch eine Blutuntersuchung nachgewiesen werden. 

Nierenentzündung Symptome:
durchfallähnliche Ausscheidung, Der weiße Harnanteil ist dabei recht flüssig, der dunkle Teil des Kots kann aber normal geformt sein. trinken sehr viel sitzen breitbeinig auf der Stange, das Gefieder um die Kloake ist verschmiert. Man unterscheidet zwischen einer akuten und einer chronischen Nierenentzündung. akut: der Vogel baut recht schnell ab und stirbt dann. chronisch: periodisch - Durchfall und Störungen des Allgemeinbefindens oftmals apathisch und hat keinen Appetit, aber sein Trinkbedürfnis ist erhöht. eine ständig wiederkehrende Erkrankung, die irgendwann ebenfalls in ein akutes Stadium übergehen kann. Ursache: chronisch - oftmals durch Fehler in der Ernährung - salzhaltige Speisen oder Vitamin-A-Mangel, langandauernde Medikamenteneinnahme und eine gestörte Trinkwasseraufnahme* (bzw. beides zusammen). akut - Vergiftungen durch Kochsalz, Chemikalien oder Metalle. Hierbei kann sogar etwas Blut im Kot enthalten sein. Schimmelpilze, häufige Infektionskrankheiten. Viele Nierenentzündungen werden auch durch Bakterien hervorgerufen. Behandlung: Bei Verdacht auf Nierenentzündung sollte man den Tierarzt aufsuchen, damit er die genaue Ursache herausfinden kann. Das geschieht durch gewisse Untersuchungsmethoden - Röntgen (um einen eventuellen Tumor oder Gichtablagerungen festzustellen) oder Blutabnahme (Feststellen des Harnsäurespiegels). Danach wird der Vogel entweder mit Antibiotika behandelt, wenn eine Infektionskrankheit vorliegt oder Infusionen / Injektionen verabreicht, um dem Körper Vitamine u. Mineralstoffe zuzuführen, die er durch die Ausscheidungen verloren hat. Die Heilung einer Nierenentzündung ist nur in seltenen Fällen möglich, meistens bleibt eine vorgeschädigte Niere zurück. Der Vogel wird sein Leben lang empfänglich für diese Krankheit sein. In solchen Fällen und unterstützend sollte eiweißarmes, aber vitaminreiches Futter gereicht werden (Grünfutter und Obst). Dem Trinkwasser sollte man Vitamin-A zufügen (während der Behandlung mit Vitamin-A Injektionen vom Tierarzt natürlich kein zusätzliches Vitamin im Trinkwasser) und darauf achten, dass der Vogel auch reichlich Flüssigkeit zu sich nimmt. Der Vogel braucht sehr viel Wärme. Auf jeden Fall beachten - Tabu: Chips, Salzstangen oder andere gesüßte oder salzhaltige Speisen. Aufpassen bei: Chemikalien, Medikamenten, Metallfolien, Blei, Zinn oder Zink und giftigen Zimmerpflanzen, zu denen der Vogel Zugang hat. *Bei Vögeln, die ihre Vitamine über das Trinkwasser beziehen, weil sie zum Beispiel kein Obst und Grünzeug anrühren, könnte es passieren, dass sie zuwenig trinken, da das mit Vitaminen versetztes Wasser leicht bitter ist. Das sollte beobachtet werden, nach Möglichkeit kann man ab und zu eine Prise Traubenzucker dem Trinkwasser beigeben, so dass der bittere Geschmack nicht mehr wahrgenommen wird. 

Nierengicht:
Bei der Gicht unterscheidet man zwei Formen: Die Eingeweidegicht, die hauptsächlich Nieren, Herz u. Leber befällt und die Gelenkgicht, welche sich durch Schwellungen und Schmerzen in den Gelenken bemerkbar macht. Gicht entsteht, wenn die Nieren nicht mehr einwandfrei arbeiten, dabei steigt der Harnsäurespiegel im Blut und Abfallprodukte wie die Harnsäure lagern sich in Form von Uratkristallen im Nierengewebe oder in den Gelenken ab. Ursache: falsche Ernährung, Mangel an Vitamin A, zu geringe Wasseraufnahme etc. Symptome: äußerlich nicht zu erkennen - im Anfangsstadium. Meistens besteht Durchfall und der Vogel ist teilnahmslos - im fortgeschrittenen Verlauf Bleibt es unbehandelt, kann es zum Tod führen - die Vögel magern ab, werden zunehmend schwächer und bekommen Krämpfe. Behandlung: Eine Heilung ist so gut wie unmöglich, da beim Auftreten der ersten Anzeichen, die Krankheit schon weit fortgeschritten und die Nierenfunktion stark beeinträchtigt ist. Man kann aber versuchen, sogenannte Krankheitsschübe etwas aufzuhalten. Die Nierengicht kann durch einen Tierarzt mittels einer Röntgenaufnahme und einer Blutuntersuchung auf Harnsäure festgestellt werden. Zur Erleichterung der Krankheit gilt, wie bei der Nierenentzündung auch, den Eiweißgehalt des Futters zu reduzieren, damit nicht noch mehr Harnsäure produziert wird. Es sollte frisches Obst, Grünfutter und genügend Trinkwasser zur Verfügung stehen und darauf geachtet werden, dass der Vogel eine ausreichende Menge trinkt. Dem Trinkwasser kann zusätzlich Vitamin-A und Vitamin-B12 zugesetzt werden. Bei Verweigerung des Trinkwassers greifen viele Vogelhalter zu folgendem Trick: Eine winzige Prise Traubenzucker wird zugesetzt. Der Vogel sollte gut warm und trocken gehalten werden - eine feuchte und kalte Umgebung ist strikt zu vermeiden. 

Psittakose:
Infektiöse, kontagiöse Erkrankung Die Psittakose oder auch Papageienkrankheit genannt, wird heute auch unter dem Begriff Ornithose (Vogelseuche) zusammengefasst, da man festgestellt hat, dass nicht nur Papageien, sondern auch Tauben, Singvögel und anderes Hausgeflügel daran erkranken können. Die Psittakose wird durch Chlamydophila psittaci verursacht. Ein obligat intrazellulären Erreger, der ein weites Wirtsspektrum umfasst. Sie ist ebenso auch auf dem Menschen, wie auch auf Säuger übertragbar (Zoonose). Unbehandelt verläuft die Krankheit für Mensch und Tier tötlich! Deshalb unterliegt die Psitakose in Deutschland, Österreich und der Schweiz der Anzeige- und Meldepflicht. Allein schon bei Verdacht ist das zuständige Veterinäramt zu informieren. Papageien können durchaus nur Träger des Erregers dieser Krankheit sein, ohne selbst daran zu erkranken. Beim Menschen wirkt sie sich wie eine Grippe mit Fieberschüben u. Kopfschmerzen aus. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit können 4 Monate vergehen. Die Chlamydien werden über die Ausscheidungen von Kot, Nasen- und Augensekret der infizierten Tieren verbreitet. Symptome: keine eindeutige Symptomatik. Es kann zu ganz akuten Todesfällen kommen - gerade bei Jungtieren. Aber auch zu chronischen Atemwegserkrankungen. meiste Kennzeichnung - Entzündung der Bindehäute des Auges - eitriger Ausfluss, Durchfall - wässriger grünlicher-gelber Kat, evtl mit Blutbeimengungen. Schnupfen, Niesen und andere Atembeschwerden. im akutem Stadium - fast alle Vögel - kaum Nahrungsaufnahme plustern sich auf und sind apathisch. Evtl. auch zentralnervöse Störungen wie Zitter, Krämpfen oder Lähmungserscheinungen. Der Tod tritt nach Ausbruch der Krankheit oft innerhalb von 2 - 10 Wochen ein. Behandlung: Die Diagnose kann aufgrund der Untersuchung eines Kloakenabstriches oder durch Einsendung einer frischen Kotprobe an das Veterinäruntersuchungsamt gestellt werden. Ist der Befund positiv, hat man den Anweisungen des Amtstierarztes gemäß der Psittakose-Verordnung des Tierseuchengesetzes Folge zu leisten. In seltenen Fällen wird auch die Tötung des Bestandes angeordnet. Ratsam ist es daher immer wieder, bei Neukäufen eine Qurantänezeit von mindestens 2 Wochen ein zu halten. 

Rote Vogelmilbe:
Die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) ist ein ca. 0,6-1,0 mm großer weißer blutsaugender Ektoparasit, dessen Körper sich durch die Aufnahme des Blutes rot färbt. Daher stammt auch der Name Rote Vogelmilbe oder Blutmilbe. Sie kann durch Neuzugänge oder Wildvögel (Außenvoliere)eingeschleppt werden. Diese nachtaktive Milbenart hält sich nicht nur auf den Vögeln auf. Tagsüber leben sie in Ritzen, Spalten, im Nistmaterial oder auf Sitzstangen. Nachts suchen sie die Vögel auf, um sich von ihrem Blut zu ernähren, weshalb sich die Unruhe der befallenen Vögel in dieser Zeit deutlich verstärkt. Symptome: Unruhe, Schlaflosigkeit, häufiges Putzen und Kratzen, besonders am Abend und nachts. Außerdem Blutarmut. Bei Gelege: Teilweise wird das Gelege nicht mehr aufgesucht, Nestlinge zeigen Entwicklungsstörungen und können an Entkräftung sterben. Behandlung: Da die Rote Vogelmilbe bis zu ca. 6 Monate ohne Blut überleben kann, reicht eine einmalige oberflächliche Desinfektion nicht aus. Die gesamte Umgebung muß desinfiziert werden. Eine Desinfektion der Käfige/Volieren und dem Zubehör kann nur dann erfolgen, wenn die Vögel nicht dabei sind, da die Tiere die giftigen Dämpfe sonst einatmen würden. Diese Behandlung muß nach wenigen Tagen wiederholt werden, da Insektizide nur die erwachsenen Milben abtöten, nicht die Eier. Die Rote Vogelmilbe kann auch auf den Menschen oder andere Haustiere übertragen werden. Die Rote Vogelmilbe kann während des Blutsaugens unter anderem Viren, Salmonellen oder Chlamydien übertragen. 

Schnabeldeformation:
Bei einem gesunden Vogel passen Ober- und Unterschnabel genau aufeinander und schleifen sich gegenseitig ab. Verschiedene Ursachen sind möglich. Symptome: Ober- und Unterschnabel passen nicht mehr aufeinander. Der Schnabel wächst und wird immer länger. Mit der Zeit können Fehlstellungen und Verkrümmungen auftreten, die so schlimm werden können, dass der Vogel kaum noch Nahrung aufnehmen kann und somit verhungert. Ursache: falsche Fütterung, kann entweder angeboren sein, bei manchen älteren Vögeln könnte auch eine Stoffwechselstörung, wie Leberprobleme oder Mangelernährung vorliegen, durch eine Knochenanomalie, plötzlich auftretende Schnabeldeformation ist oft die Folge eines Unfalls. Brüche oder Verschiebungen führen dann zu einem fehlerhaften Schnabelschluss. Behandlung: bei einer leichten Schnabeldeformation, nicht unnötig den Schnabel kürzen solange er noch fressen kann - hat meist zur Folge, dass er dann noch schneller wächst. Bieten Sie besser Zweige zum Benagen an und weniger Weichfutter, damit der Schnabel wieder "Arbeiten" muss. Unbedingt Rücksprache mit einem Tierarzt halten, ob eine Schnabelkorrektur angebracht ist, denn das Schnabelhorn ist auch sehr empfindlich. Es kann beim Beschneiden leicht brechen und die Blutgefäße reichen bis weit in die Spitze hinein. Falls Sie dem Vogel selber den Schnabel kürzen möchte, sollte Sie bei eventuellen Blutungen immer ein Wattestäbchen mit einer blutstillenden Tinktur, z.B. Eisen-III-Chlorid) in Griffweite halten. Schneiden Sie den Schnabel mit einer scharfen Nagelschere oder einem Nagelclip. Anschließend mit einer Nagelfeile glattgefeilt. Sollte es zu einer Verletzung kommen, wird das Wattestäbchen mit Eisen-III-Chlorid getränkt und fest auf die blutende Schnittstelle gedrückt. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie es lieber von einem Tierarzt machen, denn es besteht bei dieser Prozedur starke Blutungsgefahr, die dann nur der Tierarzt mit einem Thermokauter stoppen kann. Bitte beachten: Durch das schneiden des Schnabels, provoziert man erst recht das Wachstum. Meistens muss man dann alle 4 Wochen schneiden oder zum TA. 

Schreckmauser Ursache:
Angst und Schrecken. In der Natur können Vögel in Gefahrensituationen plötzlich alle Schwanzfedern und Teile des Kleingefieders abwerfen. Dabei bleibt die Flugfähigkeit erhalten und der Vogel kann so dem Angreifer entfliehen. Die so verlorenen Federn wachsen relativ schnell wieder nach, meistens noch vor der normalen Mauser. 

Schnabelräude:
Grabmilben sind hier am Werk,die sich durch die Hornschichten der Vogelhaut bohren und sich von dem dabei anfallenden Zellmaterial ernähren. Symptome: Borkige, mit winzigen Löchern durchsetzte Beläge am Schnabelwinkel, um die Augen oder die Nasenöffnungen. Ist die Schnabelräude erst einmal ausgebrochen, kann sie sich mit der Zeit auch auf die federlose Beinhaut und die Gegend um die Kloake ausdehnen. Ursache: Bereits im Nest werden die Parasiten auf die Jungvögel übertragen. Aber noch gut eineinhalb Jahre können vergehen, bis die ersten Symptome sichtbar werden. Viele Vögel sind latent infiziert. Das bedeutet, daß sie durch den Milbenbefall nicht merklich erkranken, solange ihre Abwehrkraft nicht durch andere Erkrankungen oder Fehlernährung geschwächt wird. Behandlung: Die erste Behandlung muß der Tierarzt vornehmen. Mit speziellen Lösungen weicht er die Borken auf und löst sie vorsichtig ab. Die Krusten enthalten Milben und Eier und müssen sorgfältig vernichtet werden. Anschließend muss der Vogelbesitzer die betroffenen Stellen weiterbehandelt, indem er sie täglich mit einer milben abtötenden Flüssigkeit betupft. Scheue Vögel, die nicht täglich gefangen werden können, erhalten ein Präparat, das in größeren Zeitabständen auf den Nacken aufgetropft wird. Es verteilt sich dann in der Haut und läßt die noch vorhandenen Milben nach und nach absterben. 

Tumore:
Tumore treten im Bereich Leber und Niere häufig auf, meist im Alter von 3-4 Jahren. Sie enden stets tödlich. Allerdings kann ein Vogel, der nachfolgende Symptome aufweist und bei dem auf dem Röntgenbild z.B. eine vergrößerte Leber (das kann nur ein Tumor oder eine akute Leberentzündung sein) noch etwa 1 Jahr leben, teils sogar recht gut. Symptome: plötzlich matt, teilnahmslos, frisst/bewegt sich wenig. Der Kot ist zunächst mit einer leichten Grünfärbung versehen, später weißlich und flüssiger als sonst. Der schwarze Bestandteil fehlt nachher völlig. Dem Vogel geht es schnell besser - Krankheitsschübe kommen in immer kürzeren Abständen (zunächst nach Monaten, dann im Wochenabstand). erbricht - nur Schleim. Trotz einer Art Durchfall ist der Popo nicht verklebt. Ansonsten völlig normal - außerhalb der Schübe merk man ihm am Verhalten nichts an. Am Ende - so laut Berichten - sind sie am vorletzten Tag etwas matt, am Abend des folgenden Tages fangen sie an zu brechen und können nur noch Krümel von Haferflocken fressen. Erbrechen kommt permanenter, am Ende kann der Vogelarzt noch nicht einmal das Kontrastmittel zum Röntgen, das beruhigend auf den Magen wirken soll, in den Vogel bringen, er erbricht es sofort. Trotz einer Infusion ist der Vogel dann am nächsten Morgen völlig entspannt - ohne großes Quälen - vermutlich an einem Herzschlag vor Schwäche gestorben. Behandlung: Langfristig leider nicht. Aber noch einige Monate ein sehr schönes Leben geben: Regelmäßig zum Tierarzt, Vogelkohle ins Futter, Multivitamintropfen (z.B. Vitacombex V jeden Tag 2 Tropfen). Bei Unwohlsein auch schon mal stark verdünnten Schwarztee, Pfefferminztee. Ferner: Sittichstärkung (ein besonderes Futter, das Wildsamen enthält), Hafenflocken anbieten, viel Beschäftigung - zur Ablenkung. Tumore sind nicht operativ. 

Verhornung der Haut (Hyperkeratose)
Hierbei handelt es sich um eine übermäßige Verhornung der Haut, hauptsächlich des Ständers, bei Wellensittichen treten sie aber hauptsächlich an der Unterseite der Füße auf. Durch diese Auflagerungen stellen sich Durchblutungsstörungen ein. Symptome: Die Füße können stark anschwellen und werden daher auch nicht mehr belastet. Aus diesen Verhornungen können sich sehr schnell Sohlengeschwüre entwickeln. Ursache: durch Fehlbelastung, durch Übergewicht, zu dünne Sitzstangen, können aber auch die Folge von Vitamin-A Mangel sein. Bei Wellensittichen, die nicht gerne Obst und Grünfutter fressen, kann es sogar passieren, dass die Nasenlöcher zuwachsen. Behandlung: Die Hornschichten des Ständers bzw. der Füße werden vorsichtig mit Salicylöl (Salicylsalbe) oder Vitamin-A-Salbe aufgeweicht.Dabei darauf achten, dass das Öl nur ganz dünn auf die betroffenen Stellen gestrichen wird, niemals darf es in die Nasenlöcher geraten. Salicylöl ist eine hornaufweichende Substanz, die meistens rasch wirkt, möglich ist auch Sonnenblumenöl oder ein anderes gutes und unbehandeltes Speiseöl benutzen, dann dauert es aber länger. Für die Füße und Ständer kann man auch Teebaumöl verwenden. Vorsicht, Teebaumöl sollte gut eingerieben werden, bevor es der Sittich ableckt. Das ätherische Öl ist zu konzentriert für ihn. In fortgeschrittenen und hartnäckigen Fällen benötigt so ein befallener Vogel mehrere Vitamin-A-Injektionen von einem Tierarzt. Für die Wachshautverhornung Nase verfährt man am besten wie unter Übermäßige Verhornung der Wachshaut (Hypertrophie) beschrieben. Zur Vorbeugung der Schnabelverhornung sollte für eine ausreichende Vitaminzufuhr gesorgt werden. Bei einer Neigung zu Verhornungen der Füße und Beine sollte man für unterschiedlich dicke Sitzstangen sorgen, aber niemals zu dünn, am besten nimmt man hierfür Zweige von Obstbäumen, die nicht gespritzt wurden. Die Zweige sollten vorher gut gebürstet und gewaschen werden. 

Verhornung der Wachshaut beim Weibchen (Hypertrophie) Besonders bei (älteren) Wellensittichweibchen kommt es durch hormonelle Umstellungen oder Mangelernährung zu einer überschießenden Bildung der Schnabelwachshaut, die oft auch mit einer dunkleren Verfärbung einhergeht. Die Wachshaut ist stark verhornt und bröckelig und baut sich in mehreren Schichten zusammen, bis oftmals ein richtiges Horn entsteht. Man sollte darauf achten, dass bei dieser Veränderung nicht die Nasenlöcher zuwachsen. Sollte das der Fall sein, dann reibt man diese Wucherung einige Tage mit Lebertran-, Vitamin-A-Salbe oder Speiseöl ein. Danach ist das Horn so weit aufgeweicht, dass man es ganz vorsichtig mit einem weichen Papiertuch abnehmen kann, oftmals fällt es aber auch von ganz alleine ab. Wenn es sich nicht von alleine löst, muss man die Prozedur des Einweichens noch einige Tage wiederholen. Die etwas wunde Haut darunter kann dann wiederum eine zeitlang mit Vitamin-A-Salbe behandelt werden. 

Verstopfung Symptome:
erhöhte Kraftanstrengung beim Kot ab setzen. Dabei schüttelt er, während des Kotabsetzens, den Hinterleib hin und her. Auch kommt es zu Kotverklebungen rund um die Kloake. Ursache: Es gibt hierfür - genau wie bei Durchfall - verschiedene Ursachen. leichte Verstopfung - durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel verursacht Tumor - Die Verstopfung wird dann durch den Tumor, der auf die inneren Bauchorgane drückt, verursacht (mechanischer Engpass). Legenot beim Weibchen, Darmentzündung ist seltener der Grund, da hierbei in den meisten Fällen Durchfall auftritt, Ähnlichkeiten bestehen hauptsächlich in der Anstrengung, mit der der Wellensittich den Kot absetzt. Behandlung: leichte Verstopfung - mehr Obst und Gemüse anbietet und ihm genügend Freiflug gewährt. Auch spielt eine genügende Flüssigkeitsaufnahme eine wichtige Rolle. Das Futter kann eine zeitlang mit Speiseöl (Sonnenblumenöl) angefeuchtet werden, damit der Darminhalt etwas aufgeweicht wird. Auch die gereizte Kloake kann etwas mit Speiseöl eingerieben werden. Es sollte während dieser Zeit vermehrt geriebener Zwieback angeboten werden. Vor allen Dingen muss eine Vergiftung ausgeschlossen werden, bevor man es mit sogenannten "Hausmittelchen" versucht. Auch hier sollte man sich die Frage stellen: Hat er an irgendetwas geknabbert, was für ihn giftig ist? Bei einer länger andauernden Verstopfung ist auf jeden Fall immer ein vogelkundiger Tierarzt zu Rate zu ziehen. 

Dreherkrankheit:
Vor allem betroffen von dieser Krankheit sind Agaporniden, Singsittiche, Nymphensittiche und auch alle Neophemen. Als Nichtpapageien auch die Finkenarten. Ursache: Diese Krankheit, die eine Virenerkrankung ist, wird vor allem durch den Handel von kranken Vögeln, bei denen die Krankheit noch nicht ausgebrochen ist, übertragen. Die Vögel sind selber noch nicht krank, scheiden jedoch Viren aus. Diese Viren werden über Kropfsekrete, Augenflüssigkeiten und auch Kot übertragen. Aufgenommen werden die Viren über Atmung und Verdauung. Dabei verbreiten sich die Viren im Körper und befallen die Organe, besonders aber den Pankreas und das Zentrale Nervensystem, kurz ZNS genannt. Symptome: Leichte Bewegungsstörungen, Unsicherheiten im normalen Verhalten, zentralnervöse Störungen mit den gefürchteten Kreisbewegungen, Schiefhaltung und/oder extremes Strecken des Kopfes und Flugunfähigkeit. Zittern des Kopfes, das durch Aufregung stärker wird. Lähmungserscheinungen recht häufig. Behandlung: Bedauerlicherweise gibt es keine erfolgreichen Behandlungsmethoden. Man kann die Vögel mit Vitaminen, Antibiotika und Elektrolyten eine Zeitlang am Leben erhalten, mehr nicht. Vorbeugend kann man einen kleinen Teilerfolg mit dem Mittel Trituren zur teilweisen Immunisierung erreichen. Um dem Vogel fressen und trinken zu ermöglichen, müssen Futter und Wasser in direkter Reichweite stehen. Der Kot kann sich hell zu weißgelb verfärben. Bei sehr guter Versorgung können die kranken Vögel noch Wochen leben. Die Symptome des zentralen Nervensystems sind lange anhaltend und die Sterbensrate ist hoch. Eine Diagnose kann durch die beobachteten Symptome und durch Kropf- und Kloakenabstriche gestellt werden. Auch wenn ein Neuzugang hinzugekommen ist, kann das ein Hinweis sein. Denn auch Vögel ohne Krankheitsanzeichen können Viren ausscheiden. 

Mykoplasmose:
Die Mykoplasmose (chronic respiratory disease "CRD") ist eine noch wenig erforschte Erkrankung. CRD ist ein, wie Chlamydien, obligat intrazellulärer Erreger. Da sie gegenüber Umwelteinflüssen und Desinfektionsmitteln sehr empfindlich sind, erfolgt die Übertragung nur durch engen Kontakt. Diese Infektion verläuft meistens chronisch. Symptome: schnupfenähnliche Symptomatik Betroffen können auch der Darm, die Milz und Leber sein (Röntgenbild) Behandlung: Hier wird gleich wie bei der Chlamydieninfektion behandelt.
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